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KIROI - Künstliche Intelligenz Return on Invest
Die KI-Strategie für Entscheider und Führungskräfte

Business Excellence für Entscheider & Führungskräfte von und mit Sanjay Sauldie

KIROI - Künstliche Intelligenz Return on Invest: Die KI-Strategie für Entscheider und Führungskräfte

KIROI - Künstliche Intelligenz Return on Invest: Die KI-Strategie für Entscheider und Führungskräfte

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27. November 2025

KI-Tool-Challenge: So testen Leader gewinnbringende Tools

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Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor einem riesigen Werkzeugkasten voller glänzender Instrumente, doch niemand hat Ihnen erklärt, welches davon tatsächlich Ihren Arbeitsalltag revolutionieren könnte und welches nur Staub ansetzt, weil es mehr verspricht als es hält. Genau dieses Szenario erleben Führungskräfte täglich, wenn sie mit der schier unendlichen Auswahl an digitalen Lösungen konfrontiert werden, die alle versprechen, Prozesse zu optimieren und Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Die KI-Tool-Challenge beschreibt dabei einen strukturierten Ansatz, mit dem erfahrene Leader systematisch herausfinden können, welche technologischen Hilfsmittel tatsächlich einen messbaren Mehrwert für ihre Organisation liefern. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie erfolgreiche Entscheidungsträger vorgehen, um aus der Flut an Möglichkeiten die wahren Perlen herauszufiltern, ohne dabei wertvolle Ressourcen zu verschwenden oder ihr Team mit unausgereiften Experimenten zu frustrieren.

Die Herausforderung systematischer Evaluierung in komplexen Organisationen

Moderne Führungspersönlichkeiten sehen sich mit einer paradoxen Situation konfrontiert. Einerseits wissen sie, dass technologische Innovation unverzichtbar geworden ist. Andererseits fehlt oft die Zeit für gründliche Evaluierungen. Hinzu kommt der Druck, keine Fehlentscheidungen zu treffen. Diese Faktoren führen häufig zu Handlungsblockaden.

Ein mittelständisches Logistikunternehmen stand beispielsweise vor der Frage, welche Routenoptimierungslösung implementiert werden sollte, wobei fünf verschiedene Anbieter völlig unterschiedliche Funktionalitäten und Preismodelle präsentierten, was die Entscheidungsfindung erheblich erschwerte. Ein Finanzdienstleister wiederum evaluierte parallel drei verschiedene Analyseplattformen für Kundenverhalten, konnte aber intern keine Einigung darüber erzielen, welche Kriterien bei der Bewertung Priorität haben sollten. Selbst ein etablierter Einzelhändler berichtete davon, dass die Einführung eines automatisierten Bestandsmanagements mehrfach verschoben wurde, weil die Verantwortlichen unsicher waren, ob die prognostizierten Einsparungen tatsächlich eintreten würden.

BEST PRACTICE bei einem KIROI-Kunden (Name verborgen aufgrund von NDA-Vertrag)


Ein international tätiger Maschinenbauer aus dem süddeutschen Raum kam mit einer spezifischen Herausforderung zu uns, die viele produzierende Unternehmen kennen dürften. Die Geschäftsführung hatte bereits mehrere digitale Werkzeuge für die vorausschauende Wartung ihrer Anlagen ausprobiert, ohne dabei zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu gelangen, was zu erheblicher Frustration im gesamten Führungsteam geführt hatte. Im Rahmen unserer Begleitung entwickelten wir gemeinsam einen strukturierten Testrahmen, der zunächst klare Erfolgskriterien definierte und diese mit messbaren Kennzahlen verknüpfte. Dabei stellte sich heraus, dass die bisherigen Fehlversuche weniger an den technologischen Lösungen selbst lagen, sondern vielmehr an der mangelhaften Vorbereitung und unzureichenden Datenqualität in den Quellsystemen. Durch die systematische Aufarbeitung dieser Grundlagen konnte das Unternehmen schließlich eine fundierte Entscheidung treffen, die mittlerweile zu einer Reduktion ungeplanter Stillstände um etwa vierzig Prozent geführt hat, wie uns das Projektteam berichtete. Diese Erfahrung verdeutlicht eindrucksvoll, wie transruptions-Coaching als Begleitung bei Projekten rund um technologische Evaluierung wertvolle Impulse geben kann.

Strategische Rahmenbedingungen für die KI-Tool-Challenge festlegen

Bevor überhaupt mit dem eigentlichen Testen begonnen werden kann, müssen klare Parameter etabliert werden. Diese bilden das Fundament für alle weiteren Schritte. Ohne sie verläuft jede Evaluation im Sand. Erfolgreiche Leader investieren daher ausreichend Zeit in diese Vorarbeit.

Ein Pharmaunternehmen definierte beispielsweise vorab exakt, welche regulatorischen Anforderungen jede evaluierte Lösung erfüllen musste, bevor überhaupt weitere Funktionalitäten geprüft wurden [1]. Ein Energieversorger legte fest, dass jedes getestete System mindestens mit den bestehenden SCADA-Komponenten kommunizieren können musste, was bereits in der ersten Auswahlrunde mehrere Anbieter disqualifizierte. Auch ein Gesundheitsdienstleister etablierte klare Datenschutzkriterien als unverhandelbare Mindestanforderung, wobei diese Transparenz dazu beitrug, das Vertrauen der Mitarbeitenden in den Evaluierungsprozess erheblich zu stärken.

Die Rolle von Pilotprojekten in der KI-Tool-Challenge

Pilotprojekte stellen einen unverzichtbaren Bestandteil jeder ernsthaften Toolbewertung dar. Sie ermöglichen es, theoretische Versprechen mit praktischen Ergebnissen abzugleichen. Dabei sollten diese Testläufe weder zu kurz noch zu umfangreich angelegt sein. Die richtige Dimensionierung entscheidet über die Aussagekraft.

Ein Automobilzulieferer testete ein System zur automatisierten Qualitätskontrolle zunächst an einer einzigen Produktionslinie, bevor weitere Investitionen getätigt wurden, wobei dieser begrenzte Rahmen ausreichte, um sowohl Stärken als auch Schwächen der Lösung zu identifizieren. Ein Telekommunikationsanbieter wiederum führte einen dreißigtägigen Piloten für eine Kundenkommunikationsplattform durch, an dem drei ausgewählte Serviceteams teilnahmen und deren Feedback systematisch erfasst wurde [2]. Selbst ein traditionsreicher Handwerksbetrieb nutzte einen strukturierten Pilotansatz, um verschiedene Projektmanagementlösungen zu vergleichen, was letztlich zu einer fundierten Entscheidung führte.

Messbare Kriterien entwickeln und konsequent anwenden

Die größte Gefahr bei Technologieevaluierungen liegt in der subjektiven Bewertung. Daher etablieren erfahrene Führungskräfte objektive Messkriterien. Diese sollten vor Beginn des Tests definiert werden. Nur so lässt sich eine faire Vergleichbarkeit gewährleisten.

Ein Versicherungskonzern entwickelte beispielsweise einen Kriterienkatalog mit über dreißig einzelnen Bewertungspunkten, die von der Benutzerfreundlichkeit über die Integrationstiefe bis hin zur Skalierbarkeit reichten und jeweils mit Gewichtungsfaktoren versehen wurden. Ein Bildungsträger hingegen fokussierte sich auf weniger, dafür besonders relevante Kennzahlen, wie etwa die durchschnittliche Einarbeitungszeit neuer Nutzer oder die Reduktion administrativer Tätigkeiten im Lehrbetrieb. Auch ein Lebensmittelhersteller berichtete, dass die Einführung standardisierter Bewertungsbögen dazu beitrug, emotionale Diskussionen im Führungsteam durch sachliche Argumente zu ersetzen, was den Entscheidungsprozess erheblich beschleunigte.

BEST PRACTICE bei einem KIROI-Kunden (Name verborgen aufgrund von NDA-Vertrag)


Eine mittelständische Unternehmensgruppe aus dem Bereich erneuerbare Energien wandte sich an uns, weil die interne Digitalisierungsinitiative ins Stocken geraten war und verschiedene Abteilungen völlig unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, welche technologischen Lösungen Priorität haben sollten. Im Rahmen unserer Begleitung entwickelten wir zunächst einen übergreifenden Bewertungsrahmen, der sowohl technische als auch organisatorische Faktoren berücksichtigte und von allen Beteiligten akzeptiert wurde. Dieser Rahmen wurde anschließend auf fünf verschiedene Evaluierungsprojekte angewendet, wobei jedes Projekt einem einheitlichen Ablauf folgte und vergleichbare Dokumentation produzierte. Besonders wertvoll erwies sich die Einbeziehung von Mitarbeitenden aus verschiedenen Hierarchieebenen in den Bewertungsprozess, da deren praktische Perspektiven häufig blinde Flecken im Management aufdeckten. Nach etwa sechs Monaten hatte das Unternehmen nicht nur drei neue Systeme erfolgreich implementiert, sondern auch eine interne Kompetenz für strukturierte Technologiebewertung aufgebaut, die seither für alle weiteren Digitalisierungsvorhaben genutzt wird. Häufig berichten Klient:innen von ähnlichen Sekundäreffekten, die über das ursprüngliche Projektziel hinausgehen.

Einbindung der Mitarbeitenden als Erfolgsfaktor

Keine technologische Lösung kann ihr Potenzial entfalten, wenn die Menschen, die sie nutzen sollen, nicht überzeugt sind oder nicht einbezogen werden. Deshalb gehört die frühzeitige Einbindung der Belegschaft zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Diese Einbindung sollte authentisch erfolgen. Alibi-Beteiligung wird schnell durchschaut.

Ein Chemieunternehmen bildete für jede Toolbewertung ein gemischtes Team aus Führungskräften und operativen Mitarbeitenden, das gemeinsam die Testszenarien entwickelte und die Ergebnisse auswertete [3]. Ein Logistikdienstleister veranstaltete sogenannte Innovationstage, an denen verschiedene Lösungen im realen Arbeitsumfeld demonstriert und von den Teams bewertet wurden, wobei dieses Format zu erheblich höherer Akzeptanz bei späteren Einführungen führte. Auch ein Handelskonzern setzte auf Transparenz, indem alle Evaluierungsergebnisse unternehmensweit geteilt wurden und Mitarbeitende die Möglichkeit hatten, Fragen zu stellen oder eigene Erfahrungen einzubringen.

Die KI-Tool-Challenge als kontinuierlicher Prozess

Ein häufiger Fehler besteht darin, Technologiebewertung als einmaliges Ereignis zu betrachten. Tatsächlich handelt es sich um einen fortlaufenden Prozess. Die Marktlandschaft verändert sich ständig. Daher müssen auch etablierte Lösungen regelmäßig überprüft werden.

Ein Medienunternehmen führte quartalsweise Überprüfungen seiner technologischen Landschaft durch, wobei jeweils geprüft wurde, ob bestehende Systeme noch den aktuellen Anforderungen entsprechen oder ob bessere Alternativen verfügbar geworden sind. Ein Baukonzern etablierte einen jährlichen Technologierat, der systematisch neue Entwicklungen sichtete und Empfehlungen für Pilotprojekte aussprach, wobei dieses Gremium aus Vertretern verschiedener Fachbereiche zusammengesetzt war. Selbst ein traditioneller Familienbetrieb im Bereich Möbelherstellung berichtete, dass die Einführung regelmäßiger Technologie-Reviews dazu beitrug, Innovationspotenziale zu identifizieren, die sonst unentdeckt geblieben wären.

Risikomanagement und Ausstiegsstrategien

Kluge Führungskräfte planen von Anfang an auch für den Fall, dass eine evaluierte Lösung nicht überzeugt. Diese vorausschauende Planung verhindert Vendor-Lock-in. Sie ermöglicht auch einen geordneten Rückzug. Ausstiegsstrategien sind kein Zeichen von Pessimismus, sondern von Professionalität.

Ein Finanzinstitut legte bei jeder Pilotvereinbarung fest, unter welchen Bedingungen der Test vorzeitig abgebrochen werden konnte und welche Daten in diesem Fall zurückgeführt werden mussten, was die Verhandlungsposition gegenüber Anbietern erheblich stärkte. Ein Produktionsunternehmen dokumentierte bei jedem Pilotprojekt die notwendigen Schritte für einen vollständigen Rollback, sodass im Zweifelsfall der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden konnte. Auch ein Dienstleistungsunternehmen achtete darauf, dass Testdaten in standardisierten Formaten exportierbar waren, um Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu vermeiden.

BEST PRACTICE bei einem KIROI-Kunden (Name verborgen aufgrund von NDA-Vertrag)


Ein Technologiedienstleister aus dem Großraum Frankfurt kam mit der Herausforderung zu uns, dass bereits mehrere kostspielige Implementierungen gescheitert waren und das Management nun verständlicherweise vorsichtiger geworden war bei neuen Technologieinvestitionen. Gemeinsam analysierten wir die vergangenen Fehlschläge und identifizierten wiederkehrende Muster, die zu den Misserfolgen beigetragen hatten, wobei mangelnde Risikobewertung und fehlende Ausstiegsplanung besonders hervorstachen. Wir entwickelten daraufhin ein Risikobewertungsmodell, das für jedes potenzielle Projekt angewendet wurde und verschiedene Szenarien durchspielte, bevor überhaupt mit dem Piloten begonnen wurde. Dieses Modell umfasste technische, organisatorische und finanzielle Risikofaktoren, die jeweils mit konkreten Gegenmaßnahmen verknüpft wurden. Die erste Anwendung dieses neuen Frameworks führte dazu, dass ein zunächst favorisiertes Projekt bereits in der Planungsphase gestoppt wurde, weil die Risiken als zu hoch eingestuft wurden, was dem Unternehmen erhebliche Investitionen ersparte. Das transruptions-Coaching unterstützte dabei die kulturelle Veränderung hin zu einer offeneren Fehlerkultur, in der auch das frühzeitige Stoppen eines Projekts als Erfolg gewertet wird.

Meine KIROI-Analyse

Die systematische Bewertung technologischer Lösungen hat sich als unverzichtbare Führungskompetenz etabliert, die weit über rein technisches Wissen hinausgeht und strategisches Denken, Menschenkenntnis und prozessuales Geschick vereint. In meiner Arbeit mit zahlreichen Organisationen unterschiedlicher Größen und Branchen habe ich beobachtet, dass diejenigen Unternehmen die besten Ergebnisse erzielen, die Technologiebewertung als strategische Aufgabe behandeln und entsprechende Ressourcen dafür bereitstellen. Die KI-Tool-Challenge bietet dabei einen wertvollen Rahmen, weil sie sowohl Struktur als auch Flexibilität ermöglicht und verschiedene Stakeholder einbindet.

Besonders auffällig ist, dass erfolgreiche Leader nicht nach der perfekten Lösung suchen, sondern nach der bestmöglichen Lösung für ihre spezifische Situation, was einen fundamentalen Unterschied in der Herangehensweise darstellt. Sie akzeptieren, dass jede Entscheidung mit Unsicherheiten verbunden ist, und minimieren diese Unsicherheiten durch methodisches Vorgehen statt durch Vermeidung von Entscheidungen. Diese Haltung ermöglicht es ihnen, schneller zu handeln als Wettbewerber, ohne dabei unverantwortliche Risiken einzugehen.

Meine Empfehlung an Führungskräfte lautet daher, die Fähigkeit zur strukturierten Technologiebewertung als Kernkompetenz zu entwickeln und kontinuierlich zu verbessern. Investitionen in diese Fähigkeit zahlen sich langfristig aus, weil sie die Qualität aller technologischen Entscheidungen verbessern und das Risiko kostspieliger Fehlentscheidungen reduzieren. Dabei kann externe Begleitung wertvolle Impulse geben, indem sie Erfahrungen aus anderen Kontexten einbringt und blinde Flecken aufdeckt, die intern möglicherweise übersehen werden.

Weiterführende Links aus dem obigen Text:

[1] Gartner – Technology Evaluation Framework
[2] Harvard Business Review – Technology Management
[3] McKinsey Digital – Insights zur Technologieimplementierung

Für mehr Informationen und bei Fragen nehmen Sie gerne Kontakt auf oder lesen Sie weitere Blog-Beiträge zum Thema Künstliche Intelligenz hier.

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